Persönliche Geschenke zur Mitarbeitermotivation: eine noch oft unterschätzte Größe

Persönliche Geschenke zur Mitarbeitermotivation

Dankbarkeit motiviert nachhaltig im Job

 

Zufriedenheit und Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen werden durch eine „Danke“ merklich erhöht

Es ist die Erfahrung einer besonders positiven Emotion. Sie tröstet, lässt Schwierigkeiten überwinden und spornt an: Ein „Danke“. Ob in Form eines Handschlags oder durch ein anerkennendes Schulterklopfen, es sind Berührungen, die unter die Haut gehen.

Vor allem Mitarbeiter, die schwierige Aufgaben vor sich haben oder für die das Ergebnis ihrer harten Arbeit nicht unmittelbar transparent ist, bedürfen im besonderen Maße Anerkennung durch ihre Vorgesetzten.

Leider werden Gesten der Dankbarkeit im hektischen Alltag aber oft vernachlässigt. Dabei sind sie gerade im Job, wo wir die meiste Zeit unseres Lebens verbringen, besonders wichtig. Denn positive Gefühle der Dankbarkeit stellen für Mitarbeiter eine essentielle Lebenssubstanz dar. Sie fühlen sich im Umfeld stärker anerkannt und persönlich wertgeschätzt, sind zufriedener und motivierter und in ihrem Optimismus gegenüber ihren Kollegen auch hilfsbereiter.

Mitarbeiter, die als Person respektiert werden, überwinden Hemmnisse und Distanzen, die in der Vergangenheit bestanden haben. Durch den Ausdruck der Anerkennung entwickeln sie mehr Nähe und Verbundenheit zu ihren Vorgesetzen und Kollegen.  

Selbst kleine Gesten der Berührung beeinflussen die Persönlichkeit

Dank und Anerkennung in Form einer kleinen Geste der Berührung wirkt wesentlich stärker als jede verbale Zuwendung. Mitarbeiter, die selbst aufgrund einer Kleinigkeit häufiger gelobt werden, sind nachweislich zufriedener mit ihrem Arbeitsalltag und zeigen ein größeres Engagement als ihre unzufriedenen Kollegen. Die emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen ist weitaus größer. Sie weisen eine geringe Wechselbereitschaft bei einer gleichzeitig hohen Selbstverpflichtung zu maximalen Leistungen auf.

Dankbarkeit steigert also nachhaltig das Zugehörigkeits- und Verbundenheitsgefühl der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Und Unternehmen mit loyalen Mitarbeitern können wiederum unermesslich von einer gesteigerten Produktivität und herausragenden Kreativität ihrer motivierten Angestellte profitieren. Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen ist eine wahre Erfolgsgröße, die durch Dank und Anerkennung zu einem Innovationstreiber der Zukunft heranreifen kann. Leider wird diese allzu bekannte Erkenntnis in den meisten Unternehmen immer noch zu wenig umgesetzt.

 

Wachsende Herausforderungen steigern Notwendigkeit der Anerkennung

Unter den wachsenden Herausforderungen des globalen Zeitalters, in dem Grenzen zunehmend verschwimmen und von Unternehmen mehr Flexibilität und Leistungsstärke erfordern, gehört die Rolle des klassischen Mitarbeiters längst der Vergangenheit an. Denn nicht nur die sinkende Anzahl loyaler Kunden ist es, die Unternehmen zunehmend vor größere Probleme stellt, sondern auch die stark sinkende Anzahl an loyalen Mitarbeitern. Zufriedene Mitarbeiter sind also keinesfalls ein Zufall oder Selbstläufer, sondern bedingen ein effizientes und emotionales Kontaktmanagement, das kontinuierlicher Pflege unterworfen ist.

Ein häufiger Fehler in der Führungsebene stellt die Sicht auf Mitarbeiter primär aus hierarchischer Position unter gleichzeitiger Forderung eines eigenständigen Denkens und Handelns im Job dar. Doch das heutige Arbeitsumfeld hat sich grundlegend gewandelt, erfordert zunehmend unternehmensübergreifende Strukturen und fließende Kooperation unter Mitarbeitern aus verschiedenen Abteilungen, die rund um den Globus verteilt sind.

Den Mitarbeitern kommt in Entscheidungsprozessen heute eine weitaus aktivere Rolle als früher zu, die Freiräume für Mitsprache und Gestaltung nicht nur bedingt, sondern auch erfordert. Da Mitarbeiter ihre Initiative, ihr Engagement und ihre Loyalität stark von den Rahmenbedingungen und Perspektiven abhängig machen, ist es nicht verwunderlich, dass Unternehmen heute immer mehr Probleme haben, qualifiziertes Personal zu finden und langfristig zu halten. Denn Mitarbeiter sind äußerst wechselwillig, wenn sie in ihrem Unternehmen keine angemessene Anerkennung und Wertschätzung erfahren.

Mitarbeiter im heutigen Wandel des Zeitgeistes wollen stärker denn je die Bedeutung und den Sinn ihrer Arbeit erfahren. Beseelt von ihren eigenen Ideen, die sich zu Visionen verdichten, setzen sie sich anspruchsvolle Ziele, die sie erreichen wollen. Bietet ihnen das Unternehmen in dieser Hinsicht nicht genügend Perspektiven, wechseln sie den Arbeitsplatz.

Ein Umdenken auf Führungsebene reicht an dieser Stelle nicht aus, um ein geändertes Verhalten im Alltag zu praktizieren. Denn auch Führungskräfte müssen zunächst begreifen, dass Mitarbeiter heute keine untergebenen Angestellten mehr sind, sondern in ihrer Eigenschaft der Unabhängigkeit wie Kunden gehegt und gepflegt werden müssen.

Emotionales Wertemanagement ist kein kurzfristiges Erfolgsrezept. Unternehmen müssen die Veränderung der Mitarbeiter als ganzheitliche Aufgabe des grundlegenden Wertewandels begreifen. Durch Anerkennung erfahren die Mitarbeiter den Sinn bei ihrer Arbeit, durch den Sinn entsteht Freiraum für Innovationen. Und dies vor dem Hintergrund einer starken emotionalen Bindung, einer wahren Identifikation mit dem Unternehmen, in dem die Mitarbeiter als fundamentale Säulen ihre Arbeit nicht nur als befriedigend erfahren, sondern auch als erfüllenden Lebenssinn.  

 
Wertschätzung ist dar effektivste Erfolgsfaktor der Zukunft

Mitarbeiter werden eher in Ihrem Unternehmen bleiben, wenn Sie ihnen gegenüber eine starke emotionale Bindung durch Lob und Wertschätzung für ihre Leistungen aufrichtig zum Ausdruck bringen. Ganz wichtig ist dabei die Ernsthaftigkeit Ihrer Botschaft. Loben nur um des Lobens willen wäre hier fehl am Platze. Tun Sie es nur, wenn Sie es auch wirklich so meinen und seien Sie dabei konkret unter sorgfältiger Wahl Ihrer Worte. 

Ein weiteres wichtiges Motivationskriterium ist die öffentliche Anerkennung außerordentlicher Leistungen beispielsweise in Form eines Meetings oder Events. Besonders dafür geeignet sind natürlich traditionelle Firmenveranstaltungen mit bleibenden Eindrücken wie Betriebsjubiläen, Beförderungen, Verabschiedungen oder Weihnachtsfeiern. Dabei sollte dem Mitarbeiter mit Nachdruck vermittelt werden, was er persönlich zum Erfolg der Firma beigetragen hat und welche strategische Bedeutung seine Leistung für das gesamte Unternehmen einnimmt.  

Die offizielle Form der Anerkennung hat für den betreffenden Mitarbeiter sowie für das gesamte Unternehmen einen hohen Stellenwert. In der Regel wird sie von Ansprachen, einem Präsent oder einer Gehaltserhöhung begleitet.

Dass ein angemessenes persönliches Geschenk viel besser zur Mitarbeitermotivation geeignet ist als finanzielle Zuwendungen ist ebenfalls erwiesen. Denn der Unterschied ist evident: Ein besonderes Geschenk hat individuellen Symbolcharakter, ist nicht nur von kurzer Dauer und würdigt die Persönlichkeit des Mitarbeiters weitaus mehr. Denn die Wahl des richtigen Geschenks ist Beleg dafür, dass man sich eingehend mit dem Charakter und den Vorlieben des betreffenden Mitarbeiters beschäftigt hat und ihm etwas dauerhaft Wertvolles mit auf den Weg geben möchte, das ihn immer positiv an das Unternehmen erinnern wird.

Anerkennung bezieht sich nicht nur auf gute Arbeitsleistung, sondern vor allem auf den persönlichen Faktor „Mensch“. Und die individuelle Persönlichkeit des Menschen ist das wichtigste Fundament, damit eine zwischenmenschliche Beziehung in unserer Welt überhaupt erst entstehen und wachsen kann.  

Persönliche Geschenke zur Mitarbeitermotivation: eine noch oft unterschätzte Größe

© trendKreativ - Autor: Elisabeth Reuter